Neue Berlin-Panne: Umbenennung des Kudamms in Edward A. Murphy-Allee ging schief

Zu früh gefreut: Umbenennung des Ku’damms nach Murphy endete in einer Katastrophe.

kojote/BERLIN, 30.05.2012 - Die Serie spektakulärer Pannen in Berlin reißt nicht ab: Jetzt ging auch noch die geplante Umbenennung des Ku‘damms in “Edward A. Murphy-Allee” gründlich daneben.

Monatelang hatten die Behörden die Benennung der beliebten Berliner Flaniermeile nach dem amerikanischen Ingenieur und Forscher E.A. Murphy (†1990) vorbereitet. “Schließlich kommen Murphys Gesetze bei allen großen Projekten und Institutionen unserer Stadt zur praktischen Anwendung”, erklärte ein Sprecher. Daher sei es um so bedauerlicher, dass die feierliche Umwidmung in einem Desaster endete: Zunächst konnten die in einer Frachthalle des Flughafens Schönefeld gelagerten neuen Straßenschilder wegen einer defekten Brandschutztür nicht verladen werden. Anschließend blieb ein Sonderzug der Berliner S-Bahn mit 200 Ehrengästen wegen eines unerklärlichen Wetterphänomens (“Nieselregen”) auf offener Strecke stehen, der Motor des Ersatzbusses der BVG ging in Flammen auf und die anrückende Feuerwehr wurde am Potsdamer Platz durch herabfallende Fassadenteile des DB-Bahntowers aufgehalten. Zur gleichen Zeit musste die Polizei 5000 gewatbereite Umbenennungsgegner in Schach halten, nachdem eine lange geplante Großrazzia in der Zentrale der Anti-Murphy-Aktivisten offenbar von einem Spitzel verraten worden war.

Zwar konnte die Zeremonie am Abend  zunächst doch noch beginnen, fand aber ihr vorzeitiges Ende, als bereits zehn Minuten vor dem Durchschneiden des “goldenen Bandes” tausende Schaulustige mit bengalischen Fackeln auf die Fahrbahn liefen. “Damit hat sich das wohl erledigt”, so der Sprecher, “denn unser Eilantrag auf Wiederholung der Feier ist vom Verwaltungsgericht abgeschmettert worden”.

“Da ist wohl alles schiefgegangen, was überhaupt schiefgehen konnte”, staunte einer der Verantwortlichen und hofft, “dass das kein böses Omen für das Event am kommenden Donnerstag ist.” Dann soll nämlich ein Denkmal für den berühmten Projektentwickler und Stadtplaner Klaus D. Bakel eingeweiht werden.

 

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Bild: By Fridolin freudenfett (Peter Kuley) (Own work) [CC-BY-SA-3.0]
via Wikimedia Commons; Montage; Text © kojote-magazin 2012; 
Vorschaubild By User Aazarus on de.wikipedia [CC-BY-SA-2.0-de]


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Von am 30 Mai 2012. Abgelegt unter Aufmacher, Berlin. Folgen Sie diesem Artikel mit RSS 2.0. Kommentare sind vorübergehend geschlossen, Pingbacks sind möglich.

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