Strom aus dem Bahn-Netz: Was Verbraucher erwartet

kojote/BERLIN - Die Bundesregierung will das Stromnetz der Bahn nutzen, um die Energiewende zu beschleunigen.  Demnach könnte die Deutsche Bahn schon bald Strom aus Windparks durch ihre Leitungen transportieren. Der KOJOTE verrät, was sich dann für die Verbraucher ändern wird.

  • Besitzer einer Bahncard erhalten 30% Rabatt auf die ersten 20 Kilowattstunden im Monat – und dürfen an zwei ausgewählten Steckdosen Elektrogeräte von bis zu vier Verwandten anschließen (gilt nur für Stromkabel bis 22 mm Dicke außerhalb von Ballungsräumen, nicht Di. und Sa., ab 110 Volt reservierungspflichtig).
  • Auf allen Stromleitungen gibt es mindestens zweimal wöchentlich wegen einer “technischen Störung”  Strom-Ersatzverkehr: Kunden dürfen dann auf Batterien umsteigen.
  • Steckdosen heißen “DB Power Points”
  • Im Stuttgarter Hauptbahnhof wird ein riesiger unterirdischer Verteilerkasten gebaut.
  • Das Schöne-Wochenende-Ticket berechtigt freitags bis sonntags zur Benutzung einer 6-fach–Steckdosenleiste.
  • Im Winter fließt tagelang kein Strom, weil die Kabel vereisen; dafür erhitzen sich die Leitungen im Sommer auf 70 Grad.
  • Für den Betrieb von Elektrogeräten mit überregionaler Wirkung (TV-Geräte, Computer) ist ein ICE-Zuschlag zu zahlen.
  • Unrentable Steckdosen, z.B. im Gartenschuppen oder in Mecklenburg-Vorpommern, werden von der Deutschen Bahnstillgelegt.
  • Sechs Mal täglich kommt ein DB-Kontrolleur in jede Wohnung und lässt sich den Stromvertrag vorzeigen.
  • Alle Haushalte erhalten regelmäßig Mitteilungen wie “Der Strom für Ihren Kühlschrank steht heute außerplanmäßig im Kinderzimmer bereit. Bitte beachten Sie die veränderte Zählerstands-Anzeige.”
  • Bei Überlastung z.B an Feiertagen darf die Bahn Haushalte aus dem Netz schmeißen. Sie erhalten als Entschädigung ein Akku-Ladegerät.

Der Stuttgarter Hauptbahnhof wird zu einer unterirdischen Trafostation umgebaut.

Lesen Sie auch: Stresstest – Wie die Deutsche Bahn ihre Bahnhöfe prüft

 Vorschaubild © Thorben Wengert / pixelio.de
Text © Kojote.Magazin 2011

Kurz-URL: http://www.kojote-magazin.de/?p=3273

Von am 27 Apr 2011. Abgelegt unter Nachrichten, Ratgeber. Folgen Sie diesem Artikel mit RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder Trackback hinterlassen

2 Kommentare für “Strom aus dem Bahn-Netz: Was Verbraucher erwartet”

  1. TS

    Da fehlt noch was:

    * Wer seinen Strom nicht am Automaten kauft zahlt 5 Euro mehr und muß dafür zwei Stunden im Einspeisezentrum am Schalter stehen

    * Wenn man den Strom zwei Monate im Vorraus kauft gibts ihn billiger, aber nur wenn man sich gleichzeitig darauf festlegt daß das Kabel zwischen Garage und Esszimmer verläuft und nicht nachträglich verlegt wird.

    * Das Anschlußkabel im Bad ist mit inbegriffen, aber nicht daß im Wohnzimmer (oder umgekehrt)

    * Abnehmer von erstklassigem Strom erhalten mehr Beinfreiheit, eine Tageszeitung und eine Praline dazu

    * Während der Benutzung von Nachtstrom wird der Lieferbeleg vom Stromzählerableser eingesammelt und nach dem Ausschalten wieder zurückgegeben

    * mit Bahnstrom betriebene WCs sind meistens “wegen technischen Störungen” außer Betrieb

Kommentieren

Archiv durchsuchen

Nach Datum suchen
Nach Kategorie suchen
Google-Suche

NEU: DAS BUCH ZUM BLOG

Empfehlung

Den Kojoten füttern

Galerie

Der Inhalt dieser Webseite ist reine Fiktion. Hier veröffentlichte Meldungen und Beiträge sollten keinesfalls ernst genommen werden.
Listinus Toplisten

Anmelden | Designed by Gabfire themes