Letzter Zeitzeuge des Normalfahrplans der Berliner S-Bahn verstorben

Zeitzeuge Schlotz (Archivbild)

kojote/BERLIN, 23.05.11 In Berlin ist der letzte S-Bahn-Fahrgast verstorben, der noch den Normalfahrplan kannte. Albert Schlotz wurde 107 Jahre alt.

Schlotz kaufte am 14. Januar 1923 seine erste S-Bahn-Fahrkarte und nahm seitdem fast täglich am öffentlichen Nahverkehr teil. Nach dem Tod von Hiltrud Rabenschuh (108) im Dezember 2009 galt Schlotz als der letzte Berliner, der noch einen Zugtakt nach dem Normalfahrplan erlebt hat. „Er wollte am ersten Juniwochenende eine neue Vortragsreihe beginnen“, sagt sein Nachlassverwalter Karsten Sauerbein. Schlotz hatte seit Jahren unermüdlich sein Wissen an jüngere Fahrgäste weitergegeben. „Ich werde nie vergessen, wie ihn die Menschen mit großen Augen anstarrten, wenn er von regelmäßgem Zugtakt, funktionierenden Anschlüssen und 8-Wagen-Zügen erzählte“, meint Sauerbein. „Nun müssen wir uns auf die Berichte verlassen, die uns in Geschichtsbüchern vorgesetzt werden. Unverfälschte Zeugenaussagen gibt es jetzt nicht mehr.“ Schlotz starb am Sonntag an Auszehrung, als er auf einen Zug der S45 wartete.

Der KOJOTE berichtete:

S-Bahn-Fahrgäste verpassten wegen Zugansage Ende von spannendem Handy-Telefonat

Ameise im Berliner Zoo einsam verstorben

Letzter Berliner in Prenzlauer Berg verstorben

Bild © Jerzy Sawluk / pixelio ; Text: Kojote-Magazin 2011

Kurz-URL: http://www.kojote-magazin.de/?p=3626

Von am 23 Mai 2011. Abgelegt unter Aufmacher, Berlin. Folgen Sie diesem Artikel mit RSS 2.0. Sie können einen Kommentar oder Trackback hinterlassen

12 Kommentare für “Letzter Zeitzeuge des Normalfahrplans der Berliner S-Bahn verstorben”

  1. herrlich!!!!! :) du versüsst mir immer wieder den morgen

  2. S. Arah

    Das wundert mich!
    Neulich war Albert noch mit seinem Macbook im Café
    http://www.kojote-magazin.de/2011/weises-iphone-4-erscheint-cafebesuchern-in-berlin/3165/
    Schade um Ihn :-)

  3. miese peta

    ja das is es, ich sags ja immer wieder. die bahn is doch das allerletzte. deshalb prangern wir solche unternehmen an. organisation “miese-peta”. ihr findet uns bei facebook

  4. […] einem Bericht des zuverlässigen Satire-Magazins Kojote ist jetzt im Alter von 108 Jahren der letzte Zeitzeuge […]

  5. […] ja, noch etwas zum Lachen: Letzter Zeitzeuge des Normalfahrplans der Berliner S-Bahn verstorben. Ähnliche Beiträge:Berlin wird […]

  6. Uwe

    Ihr Berliner könnt uns in Stuttgart in ca. 25 Jahren, nach Fertigstellung von Stuttgart 21 besuchen, dann seht Ihr, wie gründlich die Bahn plant und arbeitet!

  7. […] Bis es also wieder “normal” weiter geht, noch eine traurige Meldung: Letzter Zeitzeuge des Normalfahrplans der Berliner S-Bahn verstorben. […]

    • Das kleine Finale , so oder e4hnlich kf6nnte man vor der Begnung Deutschland vs. Norwegen die dcberschrift bteetiln. Ein Sieg und die damit verbundenen 3 Punkte sollten unserem Team den Einzug in das Halbfinale bringen.Das wir dieses Ziel nicht geschenkt bekommen, war allen klar, also hiedf die Deviese Angriff ist die beste Verteidigung . Und es hat funktioniert, klare Spielzfcge, frfches Attakieren und der Lohn war die Ffchrung. Statt aber das wir das 2:0 vor der Pause machen, die Chance war klar da, zog Rolf Einar Pederson in seinem unverkennbaren Style eine One-Man-Show ab und erzielte noch vor der Pause den Ausgleich.Das zweite Drittel war ausgeglichen, obwohl wir uns durch einige recht fragwfcrdige Schiedsrichterentscheidungen zeitweise mit doppelter Unterzahl gegen sehr starke Norweger erwehren mussten. Das letzte Drittel begann, wie das zweite endet, Deutschland stfcrmte und versucht den Ausgleich herbei zuffchren und es waren ein paar wirklich gute Mf6glichkeiten dabei.Dennoch war es Norwegen vergf6nnt zum 2:1 zu erhf6hen, brauchte aber gegen das stark spielende Team, dem Lars Bruno Uhlemann einen enormen Rfcckhalt durch seine Arbeit im Tor bot, mehrere Anle4ufe, um den Puck schlussendlich in das deutsche Tor zu beff6rdern.Der weitere Verlauf wurde durch eine Verletzung eines norwegischen Spielers und der daraus resultierender Strafe gegen das deutsche Team (Sebastian Kessler 5+20 Min.) gepre4gt. Die enorm kraftaufwendige Arbeit der letzten Drittel und die geringerer Anzahl von Wechselspielern auf der deutschen Seite, nutzten die Norwegen eiskalt aus, jeweils zwei individuelle Fehler in der Abwehr wurden dann direkt bestraft. Verloren.1:4 verloren. Zahlen lfcgen nicht, sagen aber nicht alles aus, schf6nreden mf6chte ich das Ergebnis dennoch nicht, aber es war kein Untergang , wie von viele orakelt wurde. So ist Eishockey nun mal, jeder kleine Fehler wird bestraft Unterzahl auf dem Spielfeld ist eine unschf6ne, aber durchaus beherrschbare Situation Unterzahl auf der Bank, weil im Nachwuchs eine grosse Lfccke klafft, daffcr sind nicht die Spieler verantwortlich zu machen.Halbfinale und dort Platz 3 war das Minimalziel, nun muss nachgebessert werden, Platz 5 muss erreicht werden, sonst mfcssen wir uns wirklich etwas vorwerfen lassen.Aufstehen und weiterspielen.Wir kf6nnten mit dem zur Verffcgung stehendem Spielerpotenzial sicherlich besser da stehen, nur muss man die Augen auch auf die Zukunft im deutschen Sledge-Eishockey richten, den unabhe4ngig von der hier zu erzielenden Platzierung, so ist dieses Turnier nur ein Meilenstein auf dem Weg zu den Paralympics 2014 und bis 2018, bei mf6glicherweise einer Olympiade in der Heimat ist noch einiges an Arbeit in der Nachwuchsgewinnung zu erledigen.Aufstehen und weiterspielen.

  8. […] Dazu passend: Letzter Zeitzeuge des Normalfahrplans der Berliner S-Bahn verstorben. […]

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