Neuer Datenskandal: Irrer Greis spähte Millionen Kinder aus

Vor der Verhaftung zeichnete ein Augenzeuge den Verdächtigen.
dk/HELSINKI, 19.12.11 – Kurz vor Jahresende zeichnet sich ein riesiger Datenskandal ab, dessen Ausmaß die Sammelwut von Facebook, Google oder Telekom übertreffen könnte.
Wie finnische Ermittler heute bekanntgaben, fand man in einem Haus im hohen Norden mehrere Millionen Zettel mit Adressen von Kindern und Listen von Spielwaren. Als mutmaßlicher Datensammler wurde ein Greis unbekannter Nationalität identifiziert, der einen verschrobenen Eindruck machte. So soll er bei seiner Festnahme eine “Art roten Bademantel mit weißer Pelzborte” getragen haben. Vermutlich hatte er bereits Fluchtvorbereitungen getroffen, denn hinter dem Haus standen ein bunt beleuchteter Schlitten und ein Dutzend Rentiere.
Offenbar hatte der Verdächtige schon versucht, Teile der Datensätze zu verscherbeln: Handschriftliche Notizen belegen, dass er viele Listen an zwei bislang unbekannte Kontaktpersonen weitergegeben hat, deren Namen er als Nikolaus und Osterhase verschlüsselte. Schwedische Fahnder befürchten daher, dass eine großangelegte Wikileaks-Enthüllung unmittelbar bevorstehen könnte. Vorsorglich schickten die Stockholmer Behörden einen internationalen Haftbefehl nach Finnland.
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Bild: Canadian Illustrated News 1869/83 (Public Domain) via Wikimedia Commons
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