Beten für eine Handvoll Brekkies: Erster tierischer Kirchentag

 

eb/DORTMUND - In Dortmund fand in diesem Herbst der erste “tierische Kirchentag” statt, mit dem die Kirche ein Zeichen gegen Tierversuche und für artgerechte Haltung setzen wollte. Auf der Veranstaltung konnten sich Tiere sogar von einem Pfarrer segnen lassen.

Kirchenvertreter beklagten allerdings, dass zu dem Wochenendtreffen weitaus weniger Besucher gekommen seien, als man erwartet hatte. So müssen viele Versuchskaninchen und Laborratten heutzutage auch sonntags arbeiten und haben nicht freibekommen. Wildtiere blieben aus, weil sie nichts mit einer Religion am Hut haben, deren Hauptperson in einem Stall geboren wurde.

Nur ein einsamer rosaroter Panther hielt vor dem Eingang eine Mahnwache gegen die Schwulenfeindlichkeit der Amtskirche, wurde aber schnell von einer Rotte resoluter Gottesanbeterinnen vertrieben. Junge Schafe wiederum dürften angesichts der vielen Presseberichte über sexuelle Übergriffe im Kirchenmilieu lieber zuhause geblieben sein. Ein Sprecher des Bundes Deutscher Primaten erklärte das Fernbleiben auch seiner Artgenossen damit, dass die sich auf “so einem Event doch nicht zum Affen machen“ wollten. Äußerst energisch widersprachen die Veranstalter hingegen Berichten, dass auf dem Gelände ein “stinkender Ziegenbock mit Klumpfuß” herumgeschlichen sei.

Zwar gelang es am Ende zumindest noch, einen Schäferhund zu taufen. Als der danach freilich ankündigte, neben dem “Herrn” weiterhin auch “Herrchen” und “Frauchen” anzubeten, wurde er auf der Stelle exkommuniziert. Unschöner Zwischenfall am Rande: Beim Versuch, einem Frettchen die Beichte abzunehmen, wurde einem Pfarrer ein Ohr abgekaut.


Vorschaubild: © Manfred Schimmel / pixelio
Bild oben: © Jörg-Michael-von-Heydebreck / pixelio

Kurz-URL: http://www.kojote-magazin.de/?p=631

Von am 26 Nov 2010. Abgelegt unter Aufmacher, Letzte Seite, Panorama. Folgen Sie diesem Artikel mit RSS 2.0. Kommentare und Pings vorübergehend geschlossen.

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